Was verdient eine Paketstation? Die Zahlen hinter dem Trend.
In sozialen Netzwerken kursieren Versprechen von passivem Einkommen mit Packstationen. Hier finden Sie stattdessen nachrechenbare Zahlen: was die Verpachtung einer Stellfläche wirklich bringt, was eine eigene Station rechnerisch abwirft und welche Annahmen dahinterstehen.
Hinweis: Alle Zahlen auf dieser Seite sind Beispielrechnungen auf Basis der Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Anbieters, keine Steuer- oder Anlageberatung und keine Ertragsgarantie. Die Annahmen finden Sie offengelegt in den Unterlagen zum Download.
Zwei Wege, mit Paketstationen Geld zu verdienen
Wer nach dem Verdienst einer Packstation sucht, meint meist einen von zwei sehr unterschiedlichen Wegen. Beide gibt es bei uns, mit sehr unterschiedlichen Zahlen.
Stellfläche verpachten: Pacht kassieren
Sie besitzen eine geeignete Fläche ab ca. 2 m² (je nach Stationsgröße 2 bis 6 m²), idealerweise mit Publikumsverkehr, und verpachten sie als Stellplatz. Als Standortpartner erhalten Sie 40 bis 180 € netto je Station und Monat, ohne Investition und ohne Verwaltungsaufwand. Zum Vergleich: Die Vergütungen der großen Netzbetreiber für private Stellflächen werden nicht öffentlich beziffert und fallen in Erfahrungsberichten meist zweistellig bis niedrig dreistellig aus. Zur Standortpartner-Seite.
Eigene Station kaufen: Erträge je Paketvorgang
Sie kaufen eine Station (13.990 bis 54.990 €) und erhalten als Eigentümer die Erträge: 0,80 € je Ein- und Auslagerung, bei Media-Modellen zusätzlich Werbeeinnahmen. Betrieb und Wartung übernehmen Partner. Dazu kommt der Steuerhebel: bis zu 50 % der Investition vorab absetzbar über den Investitionsabzugsbetrag. So funktioniert das Investment.
Was eine eigene Station rechnerisch pro Monat abwirft
Abgeleitet aus den Renditespannen der Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Mid- bis Good-Case, Auslastung 30 bis 55 %, nach Kosten). Modellrechnung, keine Garantie.
| Modell | Kaufpreis | Lfd. Kosten p. a. | Rendite p. a. | rechnerisch je Monat* | Ertrag über 15 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| SMALL Box (17 Fächer) | 13.990 € | 527,50 € | 7,90 – 12,27 % | ca. 92 – 143 € | 16.575 € |
| LITTLE Box (35 Fächer) | 19.990 € | 1.055 € | 11,53 – 17,80 % | ca. 192 – 297 € | 34.575 € |
| MIDDLE Box (51 Fächer) | 31.990 € | 1.485 € | 10,66 – 16,40 % | ca. 284 – 437 € | 51.165 € |
| BIG media (71 Fächer + Werbung) | 54.990 € | 1.985 € | 14,25 – 18,83 % | ca. 653 – 863 € | 116.915 € |
* Jahresrendite auf den Kaufpreis, umgerechnet auf den Monat, nach Kosten für Betrieb, Wartung, Versicherung und Pacht. Jede Kombination selbst durchrechnen: zum Investitionsrechner.
So kommt der Verdienst zustande: der Rechenweg
Am Beispiel der LITTLE Box (35 Fächer, 19.990 €) im konservativen Szenario mit 40 % Auslastung. Derselbe Rechenweg gilt für alle Modelle; die vollständigen Tabellen stehen in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen zum Download.
Vorgänge pro Tag
35 Fächer × 40 % Auslastung = 14 Ein- und Auslagerungen pro Tag. Jeder Vorgang wird mit 0,80 € vergütet, das sind 11,20 € am Tag.
Jahresertrag brutto
11,20 € × 25 Nutzungstage im Monat × 12 Monate = 3.360 € Jahresertrag. Das entspricht 16,8 % Bruttorendite auf den Kaufpreis.
Kosten abziehen
Minus 1.055 € laufende Kosten pro Jahr (Pacht, Logistik, Software, Wartung, Versicherung) bleiben 2.305 € Nettoertrag, also 11,53 % Rendite nach Kosten.
Auf den Monat gerechnet
2.305 € geteilt durch 12 sind rund 192 € im Monat. Im optimistischen Szenario mit 55 % Auslastung werden daraus 3.565 € im Jahr, rund 297 € im Monat.
| Wohin die laufenden Kosten fließen (LITTLE Box) | Betrag p. a. |
|---|---|
| Grundstückspacht (50 %-Anteil) | 450 € |
| Logistik & Standortpacht | 180 € |
| Software & Updates | 125 € |
| Wartung | 200 € |
| Versicherung (Vandalismus, Elektronikschäden) | 100 € |
| Summe jährlich | 1.055 € |
Transparente Vollkostenrechnung des Anbieters; alle Positionen sind in den Renditeszenarien bereits berücksichtigt. Dazu kommen einmalige Posten bei Inbetriebnahme (350 € Logistik, 200 € Software-Einrichtung).
Werbeeinnahmen: der Verdienst, der nicht am Paket hängt
Eine Paketstation steht dort, wo täglich Menschen kurz verweilen, und ist damit zugleich eine Werbefläche. Das Modell BIG media trägt Displays und erzielt darüber bis zu 3.000 € Werbeeinnahmen pro Jahr, unabhängig davon, wie viele Pakete durch die Fächer laufen. In den Wirtschaftlichkeitsberechnungen ist dieser Betrag in allen drei Szenarien fix angesetzt und macht den BIG media zum renditestärksten Modell.
Quellen: Wirtschaftlichkeitsberechnung BIG media, ZAW-Jahrbuch 2026. Details im Datenblatt Werbeeinnahmen Medienstation und im Marktreport.
Verpachten oder besitzen? Beide Wege nebeneinander
Beide Rollen lassen sich auch kombinieren: eigene Fläche verpachten und zusätzlich in Stationen an geprüften Fremdstandorten investieren.
| Kriterium | Stellfläche verpachten | Eigene Station besitzen |
|---|---|---|
| Investition | 0 € | 13.990 – 54.990 € je Station |
| Laufender Ertrag | 40 – 180 € Pacht je Station/Monat | rechnerisch ca. 92 – 863 €/Monat nach Kosten |
| Aufwand | keiner, Fläche wird gestellt | keiner, Partner betreiben |
| Steuerhebel | keiner | IAB bis 50 % vorab, Sonder-AfA, degressive AfA |
| Voraussetzung | Fläche ab ca. 2 m², gut zugänglich | Kapital oder Finanzierung, Prüfung durch Steuerberater |
| Passende Seite | Standortpartner werden | Paketstation kaufen: zu den vier Modellen |
Verdienst und Mieteinnahmen: die häufigsten Fragen
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